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Warumzero waste?

Laut Umweltbundesamt verursacht jeder Mensch pro Jahr rund 230 Kilo Verpackungsmüll, wovon lediglich 49,7% wiederverwertet werden. Das liegt unter anderem in der besonders großen Materialvielfalt begründet, die nur äußerst schwer sortiert und damit recycelt werden kann.

Obwohl wir unseren Müll sortieren, landet also immer noch ein erschreckend großer Teil unseres Abfalls in Müllverbrennungsanlagen. Doch dort ist die Reise unserer Abfälle noch lange nicht zu Ende: Sie wandern direkt weiter in die Weltmeere.

Dort wird die vollständige Zersetzung des Plastiks mehrere tausend Jahre dauern. In dieser Zeit zerfällt es in sehr kleine, wasserunlösliche Partikel – es wird zum sogenannten Mikroplastik, sobald es weniger als 5 mm groß ist.

Mikroplastikpartikel werden von Meerestieren häufig für Nahrung gehalten, da sie es beispielsweise mit Plankton verwechseln: Durch die lange Zeit im Wasser, nimmt das Plastik einen Geruch an, der insbesondere von Vögeln als Geruch von Nahrung wahrgenommen wird. Auf diese Weise gelangen Mikroplastikpartikel auf direktem Weg in die Körper von Fischen, Meeressäugern und Seevögeln. Ihre Organismen nehmen giftige Stoffe wie Weichmacher und Flammschutzmittel aus dem Plastik auf, wodurch jedes Jahr mehrere zehntausend Vögel, Muscheln, Fische und Krebse verenden.

Deshalb ist es für uns eine Herzensangelegenheit, dieser absurden Müllproduktion ein Ende zu setzen: Wir sagen nein, zu unnötigen Einwegverpackungen, unnötig großen Lebensmittelmengen zu Sonderpreisen und unnötig langen Transportwegen über die halbe Welt.

Warumvegan?

Der vegane Lebensstil ist längst nicht mehr nur ein Trend des 21. Jahrhunderts: Immer mehr Menschen ernähren sich inzwischen komplett ohne tierische Produkte, also ohne Fleisch, Milchprodukte, Eier, Honig und E-Stoffe, die zum Beispiel aus Läusen gewonnen werden. Die Gründe dafür sind ebenso zahlreich, wie die neuen Ernährungsmöglichkeiten, die sich mit dieser Entscheidung auftun:

  • Vegane Ernährung unterstütz die Lösung von Umweltproblemen, wie die Emission von Treibhausgasen, die Verringerung der Artenvielfalt und die Abholzung unserer Wälder für Weideflächen und den Anbau von Futtermitteln.
  • Die Herstellung tierischer Produkte verschwendet Ressourcen: Bei der Aufzucht von Tieren wird ein Großteil der ihnen zugeführten Nährstoffe für den Aufbau des Skeletts und des Bewegungsapparats verbraucht. Davon wird leider niemand satt.
  • Für Aufzucht und Haltung der Tiere werden riesige Wassermengen benötigt. Laut PETA werden bis zu 30% des weltweit genutzten Wassers allein für die Tierindustrie genutzt.
  • Veganerinnen und Veganer haben nachweislich ein geringeres Risiko an sogenannten Volkskrankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen und Übergewicht zu erkranken.

Ethische Gründe für den Verzicht auf Eier

Der Eierkonsum der Deutschen hat mit rund 230 Eiern pro Kopf und pro Jahr einen nie dagewesenen Höchststand erreicht. Kein Problem, Hühner müssen schließlich von Natur aus Eier legen, also kann ich sie auch essen, oder?

Von Natur aus legt ein Huhn in freier Wildbahn zu Fortpflanzungszwecken rund 60 Eier im Jahr. Allerdings stammen unsere Supermarkt Eier von sogenannten Legehennen. Diese wurden als besonders legefreudige Hybridrassen gezüchtet und schaffen ein Pensum von rund 300 Eiern im Jahr.

Doch läuft auch hier die Produktion nicht ganz ohne Tötungen ab: Bei der Nachzucht der Legehennen schlüpfen logischerweise 50% männliche und 50% weibliche Küken. Nun würde sich eine Aufzucht der männlichen Küken für die Brütereien nicht lohnen, da sie naturgemäß selbst keine Eier legen können. Auch die Mästung der männlichen Legeküken lohnt sich nicht, da sie genetisch bedingt viel weniger Fleisch ansetzen, als sogenannte Masthähnchen. Deshalb werden sie direkt nach dem Schlüpfen vom Betrieb aussortiert, lebendig in einen Schredder geworfen oder vergast.

Ethische Gründe für den Verzicht auf Milchprodukte

Wer das Töten und Schlachten von Tieren nicht mit verantworten möchte, hört in der Regel auf, Fleisch und Wurst zu konsumieren. Das ist ein wichtiger erster Schritt, doch sollte er im besten Fall nicht der einzige bleiben: Auch bei der Produktion von Milch gehört das Töten von Tieren fest zum Betriebsablauf, unabhängig von der Haltungsform. Das ergibt keinen Sinn? Für die landwirtschaftlichen Betriebe leider schon: Milchkühe werden regelmäßig und in kurzen Abständen künstlich befruchtet, tragen das Kalb aus und gebären es. Direkt nach der Geburt werden Mutterkuh und Kalb getrennt. Die kostbare Milch der Kuh, die eigentlich von der Natur für die Aufzucht des Kalbs bestimmt war, nimmt sich der Mensch.

Das Kleine wandert in die Kälberaufzucht-Station, wo es in der Regel eine kostengünstige Ersatznahrung erhält. Kuh und Kalb spüren dabei den Trennungsschmerz genauso intensiv, wie wir Menschen ihn spüren würden. Diese Trennung direkt nach der Geburt geschieht leider in vielen Bio-Betrieben genauso wie in konventionellen Betrieben, weshalb sich viele Vegetarier*innen nicht mehr mit Bio-Milchprodukten zufrieden geben. Leider ist die Reise der Kälber in der Aufzuchtstation noch nicht zu Ende. Männliche Kälber enden als Kalbfleisch – es sei besonders zart und schmackhaft – während weibliche Kälber mit rund 18 Monaten das erste Mal selbst künstlich besamt werden, um ihre Karriere als Milchkuh zu beginnen.